Deutsche Meisterschaften im Mannschafts- und Einzelzeitfahren in Genthin
Bei bestem, wenn auch sehr windigem Wetter wurden im Rahmen des 35. Spee-Cups die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren der Klassen U15 bis U19 männlich und weiblich ausgetragen. Traditionell auf der glatten und damit auch sehr schnellen Strecke der Bundesstraße „1“ in Richtung Bensdorf mit Wende. Insgesamt waren mehrere hundert Aktive am Start.
Ein Stammgast ist seit vielen Jahren Sprecher Christian „Stolli“ Stoll, bekannt u.a. von vielen Berliner Sixdays, der mit fachkundigen und treffenden Kommentaren die Fahrer und das Publikum kurzweilig unterhielt.

Vom RSV 93 KW waren in der U15w Lena Vogel und Leon Barkhausen bei den Junioren U19 am Start. Die Cottbuser Trainer hatten entschieden, dass Lena nicht mit ihrer Stammpartnerin Martje Plamp, sondern mit ihrer Sportschulkameradin Haylay Hämel vom RK Endspurt Cottbus als Team Brandenburg 2 starten sollte. Martje fuhr mit Sigrun Breternitz als Team BRB 1. Im Ziel fehlten Lena und Haylay ganze fünf Sekunden zur Bronzemedaille, welche sich die anderen beiden umhängen durften. Sie kamen auf Rang 5 ein. Unstrittig der Sieg des Leipziger Paares Clara Brendel und Greta Kunz.
Unsere Vivien Meyer hatte sich auch gut auf einen Start in Genthin vorbereitet. Leider passierte ihr im Urlaub ein großes Mißgeschick – sie brach sich ein Bein und fällt damit auch für den Rest der Saison aus. Wir wünschen unserer sympathischen jungen Sportlerin baldige Genesung.

Die zweite Medaille für Brandenburg erkämpfte sich in der U17m der erste Vierer. Zwischenzeitlich lagen sie sogar mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem haushohen Favoriten VfR Büttgen, konnten diesen aber nicht ins Ziel retten, belohnten sich aber mit der Silbermedaille.

Leon Barkhausen bekam in seinem ersten Jahr bei den Junioren den „rauhen Wind“ in dieser Klasse zu spüren. Nach intensiver Vorbereitung und einem Stundenmittel von 46,1 km/h(!) über die 20 km kam er, von 70 Fahrern, auf dem 36. Platz ein. Trotzdem eine starke Leistung, denn im Feld waren schon zahlreiche „Jung-Profis“, z.B. vom Lidl-Trek Juniorteam, STEVENS Racing Junior-Team u.a.
Eine sehr hohe Leistungsdichte war hier zu verzeichnen, denn mehrere Fahrer kamen zeitgleich bzw. mit Mini-Sekundendifferenz ins Ziel.
Es wäre wünschenswert, wenn sich dies perspektivisch auch im internationalen Maßstab fortsetzen würde.
Text und Fotos: Raimund Dinter
