700 Kilometer Anreise, 1.500 Höhenmeter und eine Flasche Sekt: Familie Kuhr rockt die Tour de Luxembourg!

Manche Familien verbringen das Wochenende auf der Couch – Familie Kuhr packt die Rennräder ein und fährt dafür einmal quer durch Deutschland. Das Ziel: Die traditionsreiche 41. Tour de Luxembourg RTF.

Für Vater Andre und seine Söhne Karl und Hans stand fest: Wenn wir das machen, dann richtig. Hier ist der Rennbericht eines unvergesslichen Wochenendes.

Der Tag davor: Taktische Anreise

Wer Großes vorhat, überlässt nichts dem Zufall. Da die Anreise aus der Heimat stolze 700 Kilometer beträgt, reiste das Trio extra einen Tag früher an. So blieb genug Zeit, um die Beine nach der langen Autofahrt zu lockern, die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen und mental in den Rennmodus zu schalten.

05:45 Uhr: Der brutal frühe Weckruf

Der Renntag begann mitten in der Nacht. Um exakt 5:45 Uhr schrillte der Wecker. Draußen war es noch frisch, doch die Vorfreude verdrängte jede Müdigkeit. Ein schnelles, energiereiches Frühstück, die Trikots glattgezogen, Ketten geölt – und ab an den Start.

Die Strecke: Ein Ritt über die Wellen Luxemburgs

Die Fakten der 41. Auflage der RTF lasen sich schon auf dem Papier sportlich: Über 100 Kilometer Strecke gespickt mit mehr als 1.500 harten Höhenmetern.

Vom Start weg ging es in die typisch luxemburgischen, giftigen Anstiege. Andre, Karl und Hans harmonierten perfekt als Team. Sie trotzten dem Wind, kurbelten im Gleichschritt die Rampen hinauf und genossen die spektakulären Ausblicke auf den rasanten Abfahrten. Nach Stunden harter Arbeit, brennender Oberschenkel und maximalem Teamgeist war es geschafft: Das Ziel war in Sicht!

Die Überraschung im Ziel: Der Award für die Hardcore-Fans

Foto © Sandra Kuhr

Erschöpft, aber überglücklich rollte Familie Kuhr wieder über die Ziellinie. Doch die größte Überraschung des Tages wartete noch bei der Siegerehrung.

Die Organisatoren hatten die Startlisten genau studiert. Mit ihrer Anreise von über 700 Kilometern hatte das Trio Kuhr die absolut weiteste Anfahrt aller Teilnehmer hinter sich gebracht! Als Anerkennung für diesen sportlichen Enthusiasmus überreichte der Ortssponsor den dreien unter großem Applaus eine Flasche Sekt.

Fazit: Die Tour de Luxembourg war ein voller Erfolg. Die Beine brennen, der Sekt steht kalt und die Erinnerung an ein großartiges Vater-Söhne-Abenteuer bleibt für immer. Auf die nächsten 100 Kilometer!